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Marconi at Twin Lights

Das Auswandererschiff nähert sich, so um 1880, auf dem stürmischen Atlantik der amerikanischen Küste vor New York City. Menschen stehen an der Reling, halb ängstlich, halb in freudiger Erwartung. Sie haben das Elend ihrer Heimatländer hinter sich gelassen, zugunsten einer Zukunft in der Neuen Welt. Am Horizont taucht die Freiheitsstatute auf, Symbol all ihrer Hoffnungen.

Sehr romantisch, und völliger Blödsinn. Erstens gibt es die Freiheitsstatue erst ab 1886, und zweitens steht sie in der Hudson-Mündung, hinter den Narrows verborgen, die den Hafen von New York vor dem Ozean schützt. Trotz einer eindrucksvollen Gesamthöhe (Statue plus Sockel) von über 90 Meter ist sie beim Besten willen nicht von hoher See her auszumachen.

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Hauptgebäude und Nordturm von Twin Lights, 2012. Hermann Schumacher, CC BY 3.0.

Das Erste, was die Schiffe von See her sahen, wenn sie von Osten her auf die Küste von New Jersey zuliefen, waren zwei dicht bei einander stehende Leuchttürme, der eine mit konstantem, der andere mit blinkendem Licht. Twin Lights, ein machtvolles Gebäude hoch auf den Highlands of the Navesink, trotz bescheidener 71 Meter die höchste Erhebung der Ostküste südlich von Maine.

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