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Technik

Ein interessanter FreeDV-Test: besser als SSB?

Heute hatte mich Michael, DL2FW in Neuwied am Rhein gebeten, bei einer kleinen Vorführung für seinen OV mitzuwirken. Wir trafen uns um 14:45 UTC auf 7.188 kHz. Das Band war ziemlich voll, durch zwei parallele Funkwettbewerbe, außerdem ist das 40m-Band samstags nachmittags halt immer sehr belebt.

Das Wasserfall-Diagramm während des FreeDV-Tests mit DL2FW: beachte das starke selektive Fading!

Das Wasserfall-Diagramm während des FreeDV-Tests mit DL2FW: beachte das starke selektive Fading!

Der Kontakt in FreeDV verlief etwas mittelprächtig. Zunächst konnte ich zwar Michaels Signale im Sonogramm („Wasserfall-Diagramm“) einwandfrei sehen, aber nicht dekodieren. Erst als er die Leistung reduzierte, war seine Sprache nach der Dekodierung aufzunehmen. Die Linearität spielt also doch eine wesentliche Rolle. Ein Signal-/Rauschabstand von 5-6 dB (nach Anzeige des FreeDV-Tools) war ausreichend für etwa 80% Silbenverständlichkeit. Beeindruckend, wie diese Betriebsart das typische starke selektive Fading durch Mehrwege-Ausbreitung wegsteckt – das nebenstehende Bild zeigt das deutlich.

Zum Schluss schalteten wir dann um auf Einseitenband-Analogmodulation (SSB). Und hier die Überraschung: mit der gleichen Leistung, die in FreeDV eine noch passable Verständlichkeit produzierte, konnte ich in SSB fast nichts mehr aufnehmen – ich hörte Michael sprechen, aber die Verständlichkeit war absolut marginal. Erst als er von ca. 10W die Leistung deutlich erhöhte, ging’s auch in der Standardbetriebsart aller Funkamateure auf Kurzwelle …

Fazit: durch die extreme Kompression in einen 1200 Hz breiten Kanal klingt FreeDV gewöhnungsbedürftig, aber die Leistungsfähigkeit bei schwachen Signalen und in stark gestörten Kanälen ist sehr beeindruckend.

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